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Stromspeicher in der Landwirtschaft für Höfe mit PV-Anlage

Stromspeicher in der Landwirtschaft für Höfe mit PV-Anlage

Solarstrom produzieren reicht nicht – er muss verbraucht werden, wo er erzeugt wird

Kaum ein Wirtschaftszweig ist so prädestiniert für Photovoltaik wie die Landwirtschaft. Große Dachflächen auf Stallgebäuden, Maschinenhallen und Lagerscheunen, überschaubare Verschattung, kurze Leitungswege zu den eigenen Verbrauchern. Trotzdem speisen viele Betriebe an sonnigen Tagen 60 bis 80 Prozent des erzeugten Stroms ins öffentliche Netz ein – zu Vergütungen, die längst nicht mehr die tatsächlichen Strompreise abdecken. Gleichzeitig bezahlen dieselben Betriebe am Abend, wenn der Melkroboter, die Kühlung oder die Futtermischanlage laufen, teuren Netzstrom zurück.

Ein Stromspeicher in der Landwirtschaft löst genau dieses Missverhältnis. Er verschiebt Solarstrom aus der Mittagsproduktion in die verbrauchsstarken Abend- und Nachtstunden – und macht aus einer 200-kWp-Anlage auf dem Stalldach plötzlich ein autarkes Energiesystem.

 

Warum gerade landwirtschaftliche Betriebe von Batteriespeichern profitieren

Landwirtschaftliche Höfe haben drei Eigenschaften, die sie für Gewerbespeicher deutlich interessanter machen als klassische Einfamilienhäuser:

Erstens einen hohen, kontinuierlichen Grundlastverbrauch. Besonders Milchviehhalter kennen das Phänomen: Der Melkroboter läuft 24/7, die Milchkühlung ebenso, dazu Lüftung, Entmistung, Beleuchtung. Ein durchschnittlicher Milchviehbetrieb mit 120 Kühen und automatischem Melksystem verbraucht schnell 30.000 bis 100.000 kWh pro Jahr – verteilt über den ganzen Tag und die ganze Nacht.

Zweitens gibt es oft eine sehr große bestehende PV-Anlage, die zu Zeiten der maximalen Erzeugung deutlich mehr produziert, als der Betrieb im Moment abrufen kann. Ohne Speicher wandert dieser Überschuss für wenige Cent ins Netz. Mit Speicher kostet die gleiche Kilowattstunde am Abend nichts mehr extra.

Drittens sind landwirtschaftliche Betriebe besonders anfällig für Stromausfälle. Fällt in einem Bürogebäude der Strom aus, gehen die Lichter aus. Fällt er in einem Milchviehstall aus, kann das innerhalb weniger Stunden Tierwohl, Milchqualität und wirtschaftliche Existenz gefährden.

 

Der Speicher macht aus dem Melkroboter einen Solar-Melkroboter

Ein typisches Rechenbeispiel aus der Praxis: Ein Milchviehbetrieb mit 150 Kühen, zwei Melkrobotern und einer 250-kWp-PV-Anlage erzeugt im Sommer tagsüber Überschüsse von 400 bis 900 kWh pro Tag. Der Melkroboter selbst verbraucht nur 15 bis 25 kWh täglich – aber eben zu 70 Prozent dann, wenn die Sonne nicht scheint.

Mit einem passend dimensionierten Batteriespeicher wandert der Überschuss-Solarstrom in den Akku und versorgt nachts den Melkbetrieb, die Milchkühlung und die Stallinfrastruktur. Der Eigenverbrauchsanteil steigt typischerweise von 25–35 Prozent auf 65–75 Prozent. Bei aktuellen Strompreisen amortisiert sich ein gewerblicher Speicher in der Landwirtschaft so in fünf bis sieben Jahren – bei einer Lebensdauer von 15 Jahren und mehr.


Zwei Speichergrößen, die zu landwirtschaftlichen Betrieben passen

Bei der Dimensionierung eines Stromspeichers für den Hof sind zwei Faktoren entscheidend: die installierte PV-Leistung und der tägliche Eigenverbrauch. Für die allermeisten landwirtschaftlichen Betriebe passen zwei Systeme besonders gut.

Für mittelgroße Höfe bis rund 300 kWp PV: MONA Island 233

Das MONA Island 233 bietet 233 kWh Speicherkapazität bei 105 kW Lade- und Entladeleistung – genug, um einen Milchviehbetrieb mit Melkroboter, Kühlung und Wohnhaus komplett über die Nacht zu bringen. Das System arbeitet mit sicheren Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LiFePO₄), ist ab Werk notstromfähig und dank IP54-Schutzklasse auch für die Außenaufstellung am Stall geeignet. Wer später wachsen möchte, kann bis zu zehn Kabinette parallel schalten – also bis 2.330 kWh. Typische Einsatzfelder sind Milchviehbetriebe mit 80 bis 180 Kühen, Schweinemastbetriebe mit energieintensiver Lüftung sowie Ackerbaubetriebe mit Kühl- oder Trocknungsanlagen.

Für große Betriebe, Verbünde und Biogas-Anlagen: MONA Island 418

Wenn der tägliche Verbrauch deutlich über 500 kWh liegt oder mehrere Betriebszweige gleichzeitig versorgt werden müssen, lohnt sich der Sprung zum MONA Island 418. Mit 418 kWh Speicherkapazität und wahlweise 125 kW oder 215 kW Leistung (auch auf 690–800 Volt-Ebene) ist das System auf große landwirtschaftliche Infrastrukturen ausgelegt. Es deckt problemlos Melkzentren, Futtermischer, Kühlhäuser und Hofwerkstatt gleichzeitig ab. Auch hier garantiert die LiFePO₄-Technologie maximale Zellsicherheit, IP55 am Kabinett und IP67 an den Batteriepacks sorgen für robusten Außeneinsatz. Der MONA Island 418 ist modular bis 20 Einheiten skalierbar (bis 8,36 MWh) – perfekt für Betriebsgemeinschaften, Maschinenringe oder landwirtschaftliche Biogas-Kombibetriebe.


Notstrom: der unterschätzte Mehrwert für den Stall

Ein Punkt, der gerade Milchviehbetriebe überzeugt: Beide MONA-Island-Speicher sind notstromfähig. Fällt das öffentliche Netz aus, sei es durch Gewitter, Umspannwerkstörung oder Bauarbeiten, übernimmt der Speicher binnen Sekunden die Versorgung der kritischen Verbraucher. Der Melkroboter melkt weiter, die Kühlung bleibt stabil, die Lüftung läuft. Das, was früher nur ein Dieselnotstromaggregat leisten konnte, übernimmt heute der Batteriespeicher – lautlos, ohne Kraftstoff, ohne Wartung am Ausfalltag.

Wer zusätzlich ein vorhandenes Dieselaggregat hat, kann es über eine ATS-Steuerung mit dem Speicher parallelisieren und so auch mehrtägige Ausfälle überbrücken.


Wirtschaftlichkeit: mehr als nur Eigenverbrauch

Ein Stromspeicher auf dem Hof rechnet sich über mehrere Hebel gleichzeitig:

Der wichtigste Hebel ist der Eigenverbrauchssprung, z.B. von 30 auf 70 Prozent. Bei einem Betrieb mit 40.000 kWh Jahresverbrauch und aktuellem Gewerbestrompreis bedeutet das schnell um die 9.000 Euro Einsparung pro Jahr. Hinzu kommen Spitzenlastkappung (Peak Shaving), vermiedene Netznutzungsentgelte und je nach Tarifmodell Zusatzerlöse durch flexibles Laden bei günstigen Börsenstrompreisen. Das cloudbasierte Energiemanagement MONA Connect steuert diese Optimierungen automatisch im Hintergrund.

Nicht zu vergessen: In vielen Bundesländern gibt es Investitionsförderungen für landwirtschaftliche Speicher (teilweise über die KfW, teilweise über landeseigene Programme wie das bayerische „EigenStromBonus"-Modell oder die niedersächsische Agrarinvestitionsförderung).


Fazit: Die nächste logische Investition nach der PV-Anlage

Photovoltaik war die erste große Energiewende-Investition für Landwirte. Der Stromspeicher ist die zweite und in vielen Fällen die wirtschaftlich noch bessere. Er verwandelt den eigenen Hof von einem reinen Stromlieferanten an das Netz in eine weitgehend autarke Energiezelle. Gerade für Milchviehhalter, Geflügelbetriebe und Sonderkulturen mit hohem Dauerverbrauch ist die Kombination aus PV-Anlage und Batteriespeicher heute wirtschaftlich tragfähiger als je zuvor.

Ob der MONA Island 233 für den klassischen Familienbetrieb oder der MONA Island 418 für große Strukturen – entscheidend ist eine passgenaue Dimensionierung. Gerne berechnen wir gemeinsam mit Ihnen, wie viel Solarstrom auf Ihrem Hof heute ungenutzt ins Netz fließt und wie viel davon zukünftig in Ihren Tank, Ihren Stall und Ihren Melkroboter gehen könnte.

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